Gästebuch

(c) Andres Schlippe

Schreiben Sie mir! Ich freue mich immer, von meinen Lesern zu hören. Welche Bücher gefallen Ihnen, welche nicht so sehr? Welche der Figuren mögen Sie besonders? Haben Sie selbst Spaß daran, sich Geschichten auszudenken und sie aufzuschreiben? Ist es oft mehr Schreibfrust denn Schreiblust?
Geben Sie nicht auf! Schreiben ist Arbeit und kostet Schweiß, es raubt einem viel Energie, denn man gibt alles. Ich denke immer an meine Vampire, denn es kommt mir manches Mal so vor, als würde ein Stück meines Lebens, meines Bluts und meiner Seele in jeden Roman mit einfließen. Und doch schwächen die Geschichten uns nicht. Sie machen uns stärker und erweitern unseren Blick, denn sie werden zu unseren Freunden, die uns unser Leben lang zur Seite stehen.

1.042 Gedanken zu „Gästebuch“

  1. Hallo Frau Schweikert, gerade habe ich Ihre beiden Bücher Novembersturm und Tränenpalast gelesen. Also eigentlich habe ich sie regelrecht verschlungen. Gut finde ich das die Personen mit der Historie eingebunden sind. Leider sind mir zwei Fehler aufgefallen: die Leica fotografiert ausschließlich mit Kleinbildfilm 35 mm und nicht mit Rollfilm und das KZ bzw. die Stollen für den Bau der Rakete V2 befunden sich in Thüringen und nicht im Harz.

    Liebe Grüße Dietmar Horn

    1. Hallo Dietmar,
      vielen Dank für Deine Zuschrift. Ich schau gleich nach, ob uns da Fehler reingerutscht sind, dann kann der Verlag sie für die nächste Auflage korrigieren lassen.

      Übrigens, Thüringen stimmt natürlich, aber es gehört schon noch zu den Südausläufern des Harzes.
      Das Mittelwerk – auch Projekt Mittelbau – war zum Schutz vor Luftangriffen untertage-verlagert und befand sich am Südhang des Kohnsteins bei Niedersachswerfen am Harz.
      Der Kohnstein ist Teil des Geoparks Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen.
      Nordhausen nennt sich Nordhausen am Harz.

      Dar mit dem Rollfilm ist vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt, da man da an Mittelformate denkt. Streng genommen aber ist es auf für Kleinbildkameras korrekt.
      Als Rollfilm bezeichnet man fotografischen Film, der offen auf eine Spule konfektioniert wird. Die Bezeichnung entstand im Unterschied zum Planfilm.

      Herzlichst
      Ulrike

      1. Hallo Frau Schweikert,
        das“ Tor zum Harz“ ist noch lange nicht der Harz! Übrigens: Wenn sie vor einem Stadttor stehen, sind sie noch immer nicht in der Stadt!
        Ausserdem sagt man sicherlich umgangssprachlich“Ich habe einige Rollen Film belichtet“, aber Rollfilm ist 60 mm breit und meistens unperforriert und mit Schutzpapier ersehen und Kleinbildfilm der erstmals! für die Leica verwendet wurde ist 35 mm breit (ehemals Kinofilm!) in einer Filmpatrone! Das ist verwirrend!
        Übrigens liegt Henningsdorf nicht im Westen sondern im Nordwesten von Berlin! Also im Osten! Damals kamen die Henninsgdorfer Kollegen den Arbeitern in Ostberlin zur Hilfe und unterstützten ihre Forderungen. Auch das ist verwirrend!
        Liebe Grüße Dietmar

  2. Liebe Ulrike Schweikert,
    „Tränenpalast“, der für mich zum „Therapie-Buch“ wurde. Wo soll ich anfangen?
    Ich bin in der DDR geboren. 6 Jahre meines Lebens verbrachte ich dort, bis mein Eltern und ich am 23. Jan. 1975 ausreisen durften. Mein Vater hat 3 ½ Jahre Haft hinter sich – nicht wegen Flucht sondern klassenfeindliche Hetze (er hat sich für die Gegebenheiten interessiert, die nicht so waren wie dargestellt). Er hat z.B. gegen die Besetzung der CSSR durch Truppen des Warschauer Paktes protestiert. Folge: Verurteilung für 4 Jahre Gefängnis.
    Das, was Sie also u.a. von Cornelia beschreiben, sind mir durch die Erzählungen von meinem Vater sehr bekannt. Ich konnte die Angst durch Ihr Buch wieder bewusst fühlen – kannte diese Angst, die ich als Kind von meinen Eltern wahrnehmen konnte. Es löste heftige Tränenprozesse bei mir aus. Ich las ein paar Seiten und weinte wieder – über Tage ging es so. Die letzten Tränen kullerten, als ich Ihre Beschreibung der Grenzöffnung 1989 las. Es war genauso, wie ich damals fühlte – mit staunend offenen Mund vor dem TV. Es war unglaublich, wie Sie die Emotionen beschreiben.
    So ist der „Tränenpalast“ zu einem Therapie-Buch für mich geworden – jeder Tränenprozess ein bißchen Therapie. Vielen, vielen Dank dafür.
    Ich freue mich über weitere Bücher von Ihnen,
    Jacqueline Jacobsen

    1. Liebe Jacqueline,
      Deine Zuschrift hat mich sehr bewegt. Ich freue mich, dass ich die Stimmung und Gefühle auffangen konnte und in meiner Geschichte weitergeben kann –
      für die, die es erlebt haben, aber auch für die nachfolgende Generation.
      Herzlichst
      Ulrike

  3. Hallo Frau Schweikert! Nach den ersten beiden Staffeln warte ich nun sehnsüchtig auf Staffel 3 und 4 „Die Erben der Nacht“! Haben Sie schon nähere Informationen, wann man damit rechnen kann? Viele Grüße Carolina

    1. Liebe Maya,
      ich weiß nicht, ob es überhaupt noch einen 7. Band geben wird. Die Verkäufe der Reihe sind inzwischen so niedrig, dass es sich für den Verlag nicht lohnt.
      Ich fürchte, das könnte sich nur ändern, wenn die Verfilmungen weitergehen und dadurch wieder mehr Leser auf die Bücher aufmerksam werden und sie auch kaufen.
      So läuft das in der Verlagswelt.
      Herzlichst
      Ulrike

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